Beschreibung
Der Palau de la Música Catalana ist Barcelonas großer Konzertsaal des Modernisme, versteckt in den engen Gassen der Altstadt: ein Schmuckkästchen aus Mosaiken, Buntglas und Skulpturen und bis heute ein lebendiger Konzertort, an dem jedes Jahr mehr als eine halbe Million Menschen alles hören, von Sinfonien bis Jazz.
Lluís Domènech i Montaner entwarf ihn für den Orfeó Català, einen Chorverein im Herzen der katalanischen Kulturbewegung. Er entstand zwischen 1905 und 1908 und wurde 1997 zusammen mit seinem Hospital de Sant Pau zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Die Fassade ist ein Feuerwerk aus rotem Backstein, bunten Fliesen und Glas. An der Ecke steht Miguel Blays Skulpturengruppe für die katalanische Musik, und auf dem Balkon ist jede der zwei Säulenreihen mit einem anderen Muster glasierter Blumenfliesen verkleidet. Darüber thronen die Büsten von Palestrina, Bach und Beethoven.
Die eigentliche Überraschung ist der Konzertsaal mit rund 2.200 Plätzen. Seine Seitenwände bestehen fast ganz aus Buntglas, sodass das Tageslicht hereinflutet, und von der Decke hängt Antoni Rigalts Glasoberlicht: eine umgekehrte Kuppel aus Gold, umgeben von Blau, eine Sonne am Himmel, umringt von einem Chor junger Frauen.
Die Skulpturen rund um die Bühne erzählen eine Geschichte der Musik. Links steht eine Büste des Chorleiters Anselm Clavé unter einem steinernen Baum, über Mädchen, die ein katalanisches Volkslied singen. Rechts galoppieren Wagners Walküren aus der Wand, über einer Büste Beethovens: Volksmusik und klassische Musik treffen sich oben am Bogen.
Hinter der Bühne sind die 18 Musen halb Skulptur, halb Mosaik. Ihre Oberkörper von Eusebi Arnau lehnen sich aus der Wand, ihre Röcke sind Mosaiken von Lluís Bru. Jede spielt ein anderes Instrument und trägt andere Kleider.
Oben bietet der Saal Lluís Millet den besten Blick auf die gefliesten Säulen der Fassade, viel näher als von der engen Straße unten. Im Foyer steht eine Bar zwischen mächtigen Backsteinpfeilern, von hinten durch Buntglas beleuchtet.
All das Glas hat seinen Preis: Die Wände tragen den Schall wie Trommelfelle, und seit einem Jahrhundert murren Kritiker über die Akustik. Trotzdem erlebte die Bühne viele Uraufführungen, darunter 1940 Joaquín Rodrigos Concierto de Aranjuez.
Nicht verpassen
• Das Glasoberlicht.
• Die Musen hinter der Bühne.
• Die Walküren über der Bühne.
• Die gefliesten Säulen der Fassade.
Schon gewusst?
• Tagsüber wird der Konzertsaal ausschließlich von Tageslicht erhellt.
• Oben an der Fassade befindet sich ein großes Mosaik mit den Sängern des Orfeó Català, das man von der engen Straße unten kaum sehen kann.
Lluís Domènech i Montaner entwarf ihn für den Orfeó Català, einen Chorverein im Herzen der katalanischen Kulturbewegung. Er entstand zwischen 1905 und 1908 und wurde 1997 zusammen mit seinem Hospital de Sant Pau zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Die Fassade ist ein Feuerwerk aus rotem Backstein, bunten Fliesen und Glas. An der Ecke steht Miguel Blays Skulpturengruppe für die katalanische Musik, und auf dem Balkon ist jede der zwei Säulenreihen mit einem anderen Muster glasierter Blumenfliesen verkleidet. Darüber thronen die Büsten von Palestrina, Bach und Beethoven.
Die eigentliche Überraschung ist der Konzertsaal mit rund 2.200 Plätzen. Seine Seitenwände bestehen fast ganz aus Buntglas, sodass das Tageslicht hereinflutet, und von der Decke hängt Antoni Rigalts Glasoberlicht: eine umgekehrte Kuppel aus Gold, umgeben von Blau, eine Sonne am Himmel, umringt von einem Chor junger Frauen.
Die Skulpturen rund um die Bühne erzählen eine Geschichte der Musik. Links steht eine Büste des Chorleiters Anselm Clavé unter einem steinernen Baum, über Mädchen, die ein katalanisches Volkslied singen. Rechts galoppieren Wagners Walküren aus der Wand, über einer Büste Beethovens: Volksmusik und klassische Musik treffen sich oben am Bogen.
Hinter der Bühne sind die 18 Musen halb Skulptur, halb Mosaik. Ihre Oberkörper von Eusebi Arnau lehnen sich aus der Wand, ihre Röcke sind Mosaiken von Lluís Bru. Jede spielt ein anderes Instrument und trägt andere Kleider.
Oben bietet der Saal Lluís Millet den besten Blick auf die gefliesten Säulen der Fassade, viel näher als von der engen Straße unten. Im Foyer steht eine Bar zwischen mächtigen Backsteinpfeilern, von hinten durch Buntglas beleuchtet.
All das Glas hat seinen Preis: Die Wände tragen den Schall wie Trommelfelle, und seit einem Jahrhundert murren Kritiker über die Akustik. Trotzdem erlebte die Bühne viele Uraufführungen, darunter 1940 Joaquín Rodrigos Concierto de Aranjuez.
Nicht verpassen
• Das Glasoberlicht.
• Die Musen hinter der Bühne.
• Die Walküren über der Bühne.
• Die gefliesten Säulen der Fassade.
Schon gewusst?
• Tagsüber wird der Konzertsaal ausschließlich von Tageslicht erhellt.
• Oben an der Fassade befindet sich ein großes Mosaik mit den Sängern des Orfeó Català, das man von der engen Straße unten kaum sehen kann.