Hospital de la Santa Creu i Sant Pau

Hospital de la Santa Creu i Sant Pau

C/Sant Antoni Maria Claret, 167 . (Öffnen Sie die Karte)

Beschreibung

Das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau ist ein ehemaliges Krankenhaus im Stadtteil El Guinardó in Barcelona, ein Komplex von Jugendstilpavillons in Gärten, entworfen von Lluís Domènech i Montaner. Es wurde zwischen 1901 und 1930 gebaut, und die UNESCO führt es als Welterbe.

Es sieht überhaupt nicht wie ein Krankenhaus aus. Domènech wollte keinen Krankenhauspalast. Er entwarf stattdessen eine Gartenstadt: einzelne Pavillons zwischen Bäumen, mit Backstein, Skulpturen, glasierter Keramik und einem Schutzheiligen über jeder Tür, verbunden durch unterirdische Gänge, damit Patienten und Personal nie nach draußen mussten.

Der Verwaltungspavillon ist die große Front, mit seinem Uhrturm und den von Pau Gargallo geschaffenen Engeln. Die Keramikgewölbe im Inneren sind mit heraldischen Fliesen bedeckt, so leicht zu reinigen, wie sie schön waren. Zwölf der Pavillons sind auf diese Weise verbunden.

Die unterirdischen Gänge halten den ganzen Komplex zusammen. Domènech plante 145 Quadratmeter pro Bett, Gärten eingerechnet, während die europäischen Standards bei etwa 100 lagen.

Es begann mit einem ungewöhnlichen Testament. Pau Gil, ein in Paris reich gewordener Bankier, unverheiratet und kinderlos, ordnete an, seine Bank abzuwickeln und die Hälfte des Erlöses für ein Krankenhaus in Barcelona auszugeben, benannt nach dem heiligen Paulus. 1896 belief sich der Anteil des Krankenhauses auf etwa vier Millionen Peseten.

Barcelona hatte bereits ein Krankenhaus, die Santa Creu, 1401 aus dem Zusammenschluss von sechs kleinen mittelalterlichen entstanden, und seine alten Gebäude waren verschlissen. Die beiden taten sich zusammen. Die Arbeiten begannen 1902. Von den 48 geplanten Gebäuden wurden 27 gebaut, die späteren von Domènechs Sohn.

Es arbeitete bis Juni 2009 als Krankenhaus, als nebenan ein neues eröffnete. Nach einer Restaurierung für 100 Millionen Euro öffneten die Pavillons 2014 als Kulturzentrum, mit Arbeitsplätzen für Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation.

Die alten mittelalterlichen Krankenhausgebäude nahe dem Stadtzentrum stehen noch und beherbergen heute eine Kunstschule und die Katalanische Nationalbibliothek. An der 2009 begonnenen Restaurierung der Pavillons arbeiteten mehr als dreißig Expertenteams, die die Gebäude auf ihren ursprünglichen Plan zurückführten und spätere Anbauten entfernten.

Nicht verpassen
• Der Verwaltungspavillon.
• Die unterirdischen Gänge.
• Die Keramikgewölbe.
• Die Gärten zwischen den Pavillons.

Schon gewusst?
• Die Initialen des Stifters, P und G, sind überall in der Dekoration versteckt.
• Zusammen mit dem Palau de la Música Catalana wurde es 1997 zum UNESCO-Welterbe erklärt.
• Sein historisches Archiv steht Besuchern und Forschern offen.